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Donnerstag, 6. August 2015

Hundehalter unter sich - Eine Diskussion der anderen Art

Heute waren wir mit zwölf Hunden an der Reuss. Die Hunde haben fröhlich geplantscht und dann haben wir uns im Schatten versammelt und etwas die Zeit genossen.
Wir sassen am Grillplatz zwischen dem erhöhten Dammweg und dem Fluss, als wir von hinten ein Mann herannahen sahen. Wir haben unseren Hunden gesagt, dass sie bleiben sollen. Beim Kreuzen von Menschen reicht das grundsätzlich aus. Doch plötzlich erkannte ich eine Leine um den Hals des Herren. Also musste irgendwo ein Hund sein.
Gut, wir also die Hunde herangerufen, waren aber etwas verunsichert, weil weit und breit kein Hund zu sehen war. Promt rannten zwei unserer Hunde los, bremsten aber dann auch gleich wieder ab und kamen zurück. Wir schauten dann, dass der Rest der Hunde dableibt. Logischerweise hatten wir keine Zeit mehr, alle anzuleinen. Wir sind aber sehr stolz, dass bis auf die zwei, die den Hund hinter dem hohen Gras, fünf Meter von uns entfernt, entdeckt hatten, kein weiterer Hund aufgestanden ist. Die Hunde blieben alle sehr ruhig und relaxt.
Gut, wir erwarteten schon einen Zusammenschiss, weil zwei Hunde losgeprescht waren. Und der kam auch. Aber Moment... Wir wussten beide erst nicht, ob wir richtig verstanden hatten.
 
"Warum macht ihr denn so einen Lärm? Seht doch nicht alles so negativ! Die Hunde tun sich schon nichts. Ich verstehe nicht, warum sie so hektisch alle Hunde zu sich nehmen. Da passiert doch nichts. Lasst doch die Hunde los."
 
 
Wir schauten uns an und da ich gerade in Diskussionslaune war, teilte ich ihm erschüttert mit, dass wir doch nicht zwölf Hunde auf einen fremden Hund losrennen lassen würden, dass das verantwortungslos sei.
 
Darauf meinte er, dass da nichts passieren würde, er hätte schon seit Jahren Hunde. Er kenne Hunde, die würden das schon regeln.
 
Ich fragte ihn dann, ob er meine Hunde denn kenne, was er tatsächlich mit ja beantwortete.
 
Ich versuchte ihm dann zu erklären, dass wir ja nicht wissen, wie der neu dazukommende Hund sei und reagiere und dass ein Rudel eine andere Dynamik hätte als ein Einzelhund. Er konterte nur, dass wir die Welt nicht so negativ sehen sollten, dass das unverschämt sei. Hier sei keine Leinenpflicht.
 
Wir haben dann mal nachgefragt, was er denn sagen würde, wenn sein Hund von einem unserer Hunde gebissen werden würde. Erst mal antwortete er, dass das nicht passieren würde. Nach dreimaligen Nachfragen hat er dann mal eine Sekunde überlegt und gefragt, warum denn der Hund, der beissen würde, keinen Maulkorb tragt.
 
Daraufhin habe ich geantwortet, ja, eben, weil wir solche Begegnungen nicht machen und die Hunde sich intern im Rudel ja super verstehen.
 
Er wollte dann noch wissen, was wir denn tun würden, wenn er jetzt an uns vorbei zum Wasser gehen würde. Naja, unsere Antwort war simpel, natürlich die Hunde zu uns hinnehmen und gut ist.
 
Er fand das wieder unverschämt und wir meinten dann, dass das nicht unverschämt sondern verantwortungsbewusst sei.
 
"Machen sie nur weiter so...!!!" Das waren dann seine letzten Worte, bis er uns endlich wieder unseren Frieden gelassen hat...
 
Eine Viertelstunde später kam eine Frau mit drei Hunden, sie konnte nicht anders, sie musste uns ansprechen. Ob wir auch schon so eine tolle Begegnung gehabt hätten? Wir lachten, bejahten und waren uns alle einig, dass wir eindeutig korrekt gehandelt hatten, in dem, dass wir unsere Hunde zu uns hingenommen haben.
 
Auf unser Rudel sind wir sehr stolz, bis auf die ersten zehn Sekunden, haben sie sich wirklich super vorbildlich verhalten, das hätte weitaus schlimmer ausgehen können. Aber manchmal fragt man sich schon, ob man im falschen Film ist.
 
Kann mir jemand beantworten, was sich ein Mensch überlegt, wenn er sagt, dass es ok sei, wenn ein Rudel von Hunden auf einen Einzelhund losrennt und vor allem dann, wenn ein "Nein" kommt, noch so heftig diskutiert.

Samstag, 13. Juni 2015

Die Gerüchteküche brodelt... Ich räume gerne auf...

Es ist schon immer wieder interessant, was für Menschen es gibt und was Menschen nötig haben. Geschichten zusammenreimen, wo man keine Ahnung von hat... Immer wieder spannend, aber vor allem tragisch.
 
Es gibt da mehrere Gerüchte, die da im Umlauf sind. Sehr gerne nehme ich aber dazu Stellung.
 
 
Gerücht 1:
 
"Ich hätte Gadi mit 9 Monaten vor einen Traktorpneu gespannt und den lange ziehen lassen."
- Zum Blogbeitrag damals
 
Gadi war ein gutes Jahr alt, als ich mit ihm und eine 15-jährigen Schäferhund spazieren ging. Um ihn ein bisschen mehr zu beschäftigen, habe ich einen Autopneu mitgenommen. Es lag natürlich Schnee, wo der Pneu auch glitt. Ausserdem hat er ein angepasstes Zuggeschirr bekommen. Er zog den Pneu nur phasenweise und beim Losziehen habe ich ihn immer unterstützt.
Gerücht 2:
 
"Ich sei stolz darauf, dass Gadi mit 6 Monaten einen Hund gebissen hat."

Nein, das bin ich absolut überhaupt nicht. Ich bin nie stolz darauf gewesen, wenn Gadi gebissen hat und bin es bis heute nicht. Ich bin lediglich stolz darauf, was wir daraus gemacht haben. Denn heute ist er hier im Rudel sehr souverän und tolerant. Neubegegnungen müssen langsam angegangen werden, aber zu  95% kann er mittlerweile neben jedem Hund frei laufen. Er versucht zu meiden, so lange er kann und wenn es mal kracht, kann ich eingreifen und er hört sofort auf, ausserdem beisst er auch nicht mehr gleich zu wie noch vor einem halben Jahr.
Das war nicht immer so und es war viel Arbeit. Auf den Weg, den wir gegangen sind und auf das, was wir erreicht haben, ja, auf das bin ich stolz. Es wäre aber definitiv einfacher gewesen, wäre er immer super lieb und kuschlig gewesen. War er aber nicht. Und daraus habe ich das beste gemacht. Ja, darauf bin ich stolz. Wir sind noch lange nicht am Ziel, wir arbeiten weiter und bleiben dran und können sicher noch einiges verbessern, denn auch ich bin nicht fehlerfrei, sowie auch Gadi nicht, definitiv nicht. Aber wir geben nicht auf. Aber mit "Stolz drauf sein, dass der Hund gebissen hat", danke, davon bin ich weit entfernt, ich verschweige es aber nicht, dass er gebissen hat, weil es Tatsache ist, dass er gerade in der Jugend ein verdammtes Ar... war.
Mein Hund hat mit 6 Monaten gebissen, ja. Ich habe ihn gehasst dafür. Aber soll ich das tot schweigen deswegen? Oder hätte ich ihn abtun sollen, damit das auch niemand erfährt? Viel wichtiger ist mir, dass wir dran gearbeitet haben und sehr viel erreicht haben. Und ja, darauf bin ich stolz.
Gerücht 3:
 
"Gadi sei mein erster Hund."
 
Falsch. Ich hatte schon vorher einen Hund, eine Cairn-Hündin. Die hat mich überall hin begleitet und ja, es war mein Hund, nicht der Familienhund. Sie war mein ein und alles und ich habe viel mit ihr erlebt und gelernt und ich möchte sie nicht missen.
 
Gerücht 4:
"Leo sei bei uns im Garten tot gebissen worden."
- Zum Blogbeitrag
 
Falsch. Wir waren in Deutschland. Wie konnte er also in unserem Garten tot gebissen werden? Es war dunkel, es lief einiges schief und Leo war einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Aber in unserem Garten war es definitiv nicht. Ausserdem wurde Leo nicht tot gebissen, sondern er erlag einer Bissverletzung. Er lebte aber noch zwei Tage. Der Grössenunterschied der zwei betroffenen Hunde war einfach gross und die Verletzung dementsprechend gefährlich.
Ich stehe dazu, dass unser Leo nach einem Biss eingeschläfert werden musste, das ist kein Geheimnis und es ist sehr tragisch und tut heute noch weh. Er ist nicht vergessen und wird es auch nie sein. Das ganze ist aber weder in unserem Garten noch in unserem Rudel passiert.


Vermutlich gibt es noch jegliche Gerüchte. Und ich weiss auch, woher sie kommen und mit was sie zu tun haben. Ich bin ein ehrlicher Mensch, ich halte mich an Fakten, Fakten, die ich belegen kann. Und wenn ich mir eine Meinung zu etwas bilde, dann baut die nicht auf irgendwelcher Fantasie, sondern auf Nachforschungen. Und dann ist das immer noch "nur" meine Meinung, die ich vertrete und nicht die Meinung, die alle haben müssen. Jeder darf und soll seine Meinung haben, aber bitte auf Fakten beruhend und nicht auf irgendwelchen nach Lust und Laune abgeänderten Geschichten.
 
Ausserdem sollte man, nur weil man jemanden nicht mag, nicht Dinge in den Dreck ziehen, die einen nichts angehen. Ich kann einen Menschen nicht mögen und trotzdem etwas gut finden, was er tut. Genauso kann ich einen Menschen mögen und trotzdem etwas schlecht finden, was er tut. Oder ich kann einen Menschen, den ich nicht mag, auch einfach ignorieren. Aber Dinge behaupten, die schlichtweg einfach nicht stimmen, das ist Verleumdung und dafür gibt es Gesetze.
Jemand, der nur einmal bei mir war und dabei nicht sehr viel gesehen hat, kann kein Urteil über meine Arbeit mit den Hunden bilden. Dass so jemand mir seinen Hund nicht geben würde (das war auch nie Thema), das ist dessen eigene Meinung, das ist für mich ok und da gibt es den ein oder anderen, der sich auch gegen meine Betreuung entscheidet. Kein Thema, es muss ja für jeden stimmen, ich nehme ja auch nicht jeden Hund. Aber Märchen erzählen, das ist einfach nur Unsinn.

Und hier kommt für mich der Punkt, wo ich mich ganz herzlich bei meinen Kunden bedanke, die meine Ehrlichkeit schätzen und damit umgehen können. Auch bei uns läuft nicht immer alles reibungslos, da wir nur Menschen sind und unsere Hunde letztlich auch nur Hunde und keine Maschinen, aber ich versuche dann auch nicht alles zu vertuschen oder mich rauszureden.
 
Leute, die mich nicht kennen und das jetzt lesen: Nein, Beissereien gehören definitiv nicht zu unserer Tagesordnung. Wir gehen verantwortungsbewusst mit der Rudelbetreuung um und kennen "unsere" Hunde ganz genau.
 
Kunden dürfen auch jederzeit vorbei kommen und uns begleiten. Wir haben nichts zu verbergen. Wir stehen zu dem, was wir tun.
 
Sorry, das musste ich jetzt loswerden. Wenn jetzt jemand mehr Fragezeichen sieht als vorher oder unsicher ist, was er jetzt davon halten soll... Ich stehe gerne für Fragen zur Verfügung.



Mittwoch, 25. Februar 2015

Rücksichtnahme unter Hundehaltern - Teil 1

Erst kürzlich traf ich mich in Begleitung unserer drei TWHs und einem Ferienhund mit einer befreundeten Familie. Wir machten einen Spaziergang an einem Ort, wo wir doch immer wieder Fussgänger- und Hundebegegnungen hatten. Aus Prinzip nehme ich meine Hunde sowohl bei Fussgängern als auch bei Hundekreuzungen an die Leine.
Meine Hunde sind zwar verträglich, das beweisen sie ja jeden Tag, aber ich möchte sie nicht als Rudel auf andere Hunde zustürmen lassen. Ausserdem ist da mit Gadi doch etwas Vorsicht geboten, weil er, wenn die Hundebegegnungen sehr hektisch sind oder der andere Hund sich nicht korrekt verhält, doch gerne mal nach vorne geht. Mir ist schlicht und einfach das Risiko zu gross. Abgesehen davon brauchen meine Hunde keine solchen Begegnungen, da sie ja jeden Tag andere Hunde um sich herum haben.
 
Grundsätzlich gibt es da für mich sowieso nichts zu diskutieren. Ich Leine meine Hunde einfach an.
 
Nun standen wir bei einer Bank. Ich sah, dass jemand mit zwei Hunden auf uns zu kam. So nahm ich meine Hunde an die Leine und beorderte sie ins "Sitz".
Die entgegenkommende Person nahm dann einen Hund an die Leine, der andere blieb frei. Ich dachte schon mal "ok...". Der freie Hund trottete gemütlich hinter her und schnüffelte immer wieder.
Da nervte ich mich schon. Ich frage mich wirklich, ob es so schwierig ist, auch einen älteren oder langsameren oder viel schnüffelnden Hund an die Leine zu nehmen, damit eine Kreuzung so schnell wie möglich vonstatten geht. Muss man denn die Hunde, die an der Leine sind, wirklich so lange provozieren? Naja, gut, meine Hunde waren ruhig, schauten zwar gespannt, aber beherrschten sich ganz gut.
Damit nicht genug. Nachdem der Hund direkt vor unserer Nase herumgeschnüffelt hatte, blickte er auf und lief doch direkt zu uns hin. Ok, ruhig bleiben, die Hunde sind es auch. Natürlich standen meine Hunde auf und schnüffelten den Hund ab. Sie wollten es zumindest. Ich hielt sie zurück und liess sie wieder sitzen, einfach aus Prinzip. Ich möchte das nicht an der Leine. Wenn wir nämlich ehrlich sind, wenn alle drei TWHs nach vorne schiessen würden, hätte ich nicht mehr wirklich eine Chance. Und wenn etwas passieren würde, würde auch ich zur Rechenschaft gezogen werden. Vom Hundebesitzer kam null Reaktion. Irgendwann seufzte ich dann: "Wie wäre es mal mit einer Reaktion?". Oh und tatsächlich, man konnte sich dann doch in Bewegung setzen. Als die Person ihren Hund dann am Halsband nahm, hörte ich sie nur sagen: "Er sei eben aus dem Tierheim, er sei sich das Rudel gewohnt."
 
Aber hallo? Meine Hunde sind sich Rudel auch gewohnt und wie, aber das gibt ihnen nicht das Recht, einfach so in ein anderes Rudel hinein zu laufen.
 
Ich frage mich manchmal wirklich, ob die Leute ihre Hunde so schlecht einschätzen können. Ausserdem finde ich es extrem fahrlässig. Die kennen meine Hunde nicht und die können nicht einschätzen, wie meine Hunde reagieren. Wäre vor 1 1/2 Jahren ein Hund so zu uns hingekommen, wäre Gadi nicht so locker geblieben. Das ist viel Arbeit. Und genau mit solchen Begegnungen werden wir weit zurückgeworfen. Wieso sollten sie bei der nächsten Hundekreuzung wieder still sitzen? Die Hunde kommen ja sowieso zu uns hin. Und Tatsache ist, falls irgendetwas passieren würde, wäre ich in der Verantwortung und meine Hunde die Bösen, obwohl wir eigentlich uns korrekt verhielten.
 
Wenn wir als Hundehalter nicht einmal banale Grundregeln beachten können und Rücksicht aufeinander nehmen können, wieso sollten dann Nicht-Hundehalter rücksichtsvoller werden?
 
Bitte nehmt doch eure Hunde bei Kreuzungen, wo ein Hund an der Leine ist, auch an die Leine und läuft zügig dran vorbei. Alles andere ist unnötige Provokation. Auch wenn der eigene Hund nicht zu den angeleinten Hunden hingeht, oft laufen sie dennoch zögernd vorbei oder hüpfen dran vorbei, fixieren oder knurren sogar. Entweder soll man den Hund im "Fuss" oder an der Leine vorbeiführen, aber auf jeden Fall zügig. Es wäre schon mal viel Spannung zwischen Hundehaltern genommen.

Donnerstag, 7. Februar 2013

Werden denn Menschen nie schlauer?

Heute Morgen musste ich mir wieder mal an den Kopf langen und mir eingestehen, dass die Menschen nicht schlauer werden...
Ich holte bei der Zürcher Allmend einen Hund ab und ging dann gleich dort spazieren. Der Spaziergang war toll und die Hunde freuten sich am Schnee. Da gab es nur zwei Dinge, die ich nicht verstand.
1. Gadi läuft bei mir im Moment mit einer Schleppleine, weil ich mir wegen seiner Pubertät nicht unsere ganze Beziehung zu nichte machen möchte und ich so eine gewisse Sicherheit habe. Natürlich hat er aber normal seine Freiheit, ich kann ihn einfach beim Abrufen besser kontrollieren. Nun waren da zwei Hundebesitzer, die eine mit einem Rollwagen, die ebenfalls zwei Hunde hatten. Natürlich gingen meine drei zu diesen hin, schliesslich liefen wir in ihre Richtung und ich hatte das höhere Tempo. Dann nervten die sich, weil Gadi eine Schleppleine dran hatte. Das sei gefährlich und und und..., nur weil Gadi um die Leute herum gelaufen ist. Ich reagierte aber schon und es hätte nichts passieren können, denn Gadi hat sie nicht eingewickelt, sondern einen Bogen um sie gemacht. Naja, ich schaute drüber hinweg, überholte und genoss den weiteren Spaziergang mit meinen Doggies. 
Auf dem Rückweg aber, traf ich diese beiden nochmals an. Und dann nervte ich mich das zweite Mal. Ich machte einen Bogen und lief auf einem parallelen Weg an ihnen vorbei. Natürlich mussten die Hunde sich nochmals grüssen, Sämi, der Chihuahua, inklusive. Sämi wollte spielen und dann kamen die anderen beiden Hunden und beachteten ihn als Beute. Anstatt dass die beiden jetzt ihre Hunde gestoppt hätten, standen sie dort und riefen verzweifelt ihre beiden Hunde, die nicht gehorchten. Ich rief Sämi und er machte sich so gut er konnte sofort auf den Weg zu mir. Eine Viertperson stellte sich dann zwischen Sämi und die anderen beiden Hunden. Die sollen sich nochmals über die Schleppleine aufregen, meine Hunde sind wenigstens in jeder Situation kontrollierbar.
Das schlimmste kam aber erst noch. Ich ging zurück zum Auto, lud die Hunde ein und musste dann noch kurz ein Telefon machen. Dann fuhr ich los und keine zehn Meter weiter lief eine Frau, den Hund, ein Sky Terrier, frei. Und prompt lief der Hund mir vors Auto und blieb stehen, ihre Rufe ungeachtet. Es war nicht das erste Mal, dass ich diese Frau mit ihrem Hund sah. Jedes mal war ersichtlich, dass der Hund nicht gehorcht, wenn er etwas anderes interessanter findet und gerne läuft er auf die Strasse. Schon einmal hatte ich ihr gesagt, es wäre wohl vernünftiger, sie würde ihren Hund anleinen. Die Antwort? "Das macht er normalerweise nicht, ich weiss nicht, was er gerade hat." Ich konnte es mir nicht verkneifen, sie heute wieder anzusprechen, also liess ich die Scheibe runter, während sie am rufen war und sagt ganz anständig, dass ich es vielleicht doch einmal mit der Leine versuchen würde. Sie meinte, dass ich auch lange im Auto gewartet hätte, und das auf die Minute jetzt auch nicht mehr ankäme. Hallo?! Habe ich da etwas falsch verstanden? Wenn ich mich nicht von Anfang an geachtet hätte, wäre der Hund vielleicht unter meinem Auto gelandet. Und dann? Ein riesen Geschrei und Geheul? Ich sagte ihr dann, dass es nicht um das gehe, ob ich es eilig hätte, sondern darum, dass der Hund nicht das erste Mal auf der Strasse stehe. Sie verabschiedete sich dann und wünschte mir einen schönen Tag...

Ist es so schlimm den Hund ab und an an der Leine zu führen? Gerade an der Strasse. Es ist doch ein Tier und ein Tier, so gut es auch gehorcht, ist und bleibt unberechenbar. Ich habe meine Hunde auch am liebsten frei, aber muss ich da ein so hohes Risiko eingehen? Ich verstehe diese Leute nicht. 
Naja, der Hund kann froh sein, dass ich auf seinen Gang auf die Strasse gefasst war und Frauchen wird wohl nie gescheiter werden...